myTouch 3,5 Zoll: Änderungen zum Programmstand 14.09.2026

Kundeninformation und ergänzender Änderungs- und Prüfnachweis · Dokumentiert am 13.09.2026 · Entwickler: Robert Winkler

Diese Ergänzung beschreibt die in dieser Bearbeitung vorgenommenen Änderungen am kleinen myTouch-Display. Sie gehört zur bestehenden Update-Dokumentation und ersetzt deren bisherige Einträge nicht. Die Datumskennung des Programms lautet PROG_DATUM "14.09.2026".

Das Display dient in Verbindung mit dem Leistungsteil HZS 517 zur Modernisierung von Kesseln der Serie 2013 mit ursprünglicher Vier-Tasten-Bedienung. Die hier beschriebenen neuen Funktionen betreffen die Software des 3,5-Zoll-Displays.

Was ändert sich für Sie?

1. Deaktivierte Luftüberwachung ist sofort sichtbar

Auf dem Hauptbildschirm blinkt neben dem SD-Karten-Symbol die rote Anzeige LM, wenn der Luftmassensensor deaktiviert ist oder der Luftnotbetrieb aktiv ist. Sobald die Luftüberwachung wieder aktiv und der Notbetrieb beendet ist, verschwindet die Anzeige. SD-Karte, USB und LM wurden gemeinsam um 25 Bildpunkte nach links versetzt, damit die Schloss-/Codeanzeige beim Blinken frei bleibt.

Die Anzeige macht einen bereits bestehenden Betriebszustand sichtbar. Sie schaltet den Notbetrieb nicht ein und ist keine Bestätigungsabfrage. Im Luftnotbetrieb wird der Lüfter nach einer hinterlegten Kennlinie angesteuert; die sensorbasierte Luftüberwachung und die Mindestluftprüfung entfallen. Der Notbetrieb dient nach Entwicklerangabe zur Überbrückung bis zum Sensoraustausch.

Prüfstatus: Anzeige und korrigierte Position wurden am Display getestet und von Robert Winkler als funktionierend bestätigt.

2. Zusätzliche Rückbranderkennung im Standby

Die Steuerung erkennt nun zusätzlich eine auffällige Erwärmung im Schneckenkanal, während der Kessel im Standby ist. Dafür müssen gleichzeitig zwei Bedingungen vorliegen:

Bestehen beide Bedingungen länger als fünf Sekunden, wird Error 90 ausgelöst. Der Rückbrandmerker wird zur Speicherung vorgemerkt und eine Notstart-Anforderung gesetzt. Damit wird die vorhandene Rückbrandbehandlung angesprochen. Eine ungültige Messung des Schneckenkanalfühlers löst diese neue Zusatzprüfung nicht aus. Fällt eine Bedingung weg oder verlässt der Kessel Standby, beginnt das Zeitfenster bei erneutem Vorliegen der Bedingungen neu.

Beispiel: Bei 50 °C Kesseltemperatur und 60 °C Brennraumtemperatur müssen im Schneckenkanal mehr als 80 °C für länger als fünf Sekunden vorliegen. Genau 80 °C erfüllen die Bedingung nicht.

Diese Zusatzprüfung ist aus dem LASAL-Projekt abgeleitet. Die bisherigen Grundschwellen bleiben bestehen: Kesseltemperatur plus 20 °C, mindestens 100 °C, sowie die um weitere 20 °C erhöhte Alarmschwelle. Auch die bestehende Auswertung schneller Temperaturanstiege bleibt erhalten. Standby bedeutet weiterhin versorgte Steuerung; ohne Strom kann die Software nicht überwachen.

Prüfstatus: Erste Auslösung am Gerät bestätigt. Die Software wurde erfolgreich übersetzt. Zehn Prüfungen der aus dem Quellcode entnommenen Bedingungslogik bestanden. Robert Winkler hat am 13.09.2026 berichtet: Im Standby wurde die Temperatur auf über 90 °C erhöht und die Rückbranderkennung hat ausgelöst. Die genauen Vergleichstemperaturen, die Auslösezeit und die nachfolgenden Schutzaktionen wurden dabei noch nicht einzeln dokumentiert. Eine vollständige Freigabe dieser Erweiterung ist damit noch nicht dokumentiert.

Änderungsnachweis

ÄnderungEinordnungNachweis / Status
Blinkende LM-Anzeige und Verschiebung der drei StatusanzeigenAnzeigeänderung; kein Eingriff in Freigaben oder RegelungFirmware gebaut; Gerätetest und Position vom Entwickler bestätigt.
Zusätzliche Standby-RückbranderkennungSicherheitsrelevante Erweiterung mit zusätzlicher Auslösebedingung. Gesonderte Bewertung vor Freigabe erforderlich.Quellcode abgeglichen; zehn Logikprüfungen bestanden; erste Auslösung im Standby am Gerät bestätigt. Ergänzende Prüfungen und Freigabe offen.
Programm-Datumskennung 14.09.2026Zuordnung des SoftwarestandsIm Quellcode gesetzt und Firmware neu gebaut. Keine Aussage zum bereits installierten Stand anderer Geräte.

Prüfung vor Freigabe der neuen Rückbranderkennung

Bestätigter Gerätetest vom 13.09.2026, Robert Winkler: Kessel im Standby; Temperatur auf über 90 °C erhöht; Rückbranderkennung ausgelöst. Kessel- und Brennraumtemperatur sowie die genaue Auslösezeit wurden nicht angegeben. Dieser Test bestätigt eine Auslösung, aber noch nicht isoliert den neuen Erkennungspfad oder sämtliche Grenzfälle.

Der Gerätetest ist am geeigneten Teststand mit vorgegebenen beziehungsweise simulierten Temperatursignalen durchzuführen. Ein realer Rückbrand muss dafür nicht erzeugt werden.

PrüfpunktErwartetes ErgebnisErgebnis am Gerät
Nur eine Bedingung erfüllt oder Temperatur genau auf der GrenzeKeine Auslösung durch die neue Zusatzprüfung.Offen
Beide Bedingungen im Standby erfülltBis einschliesslich fünf Sekunden keine neue Auslösung; danach Error 90, Rückbrandmerker und Notstart-Anforderung.Auslösung im Standby bei über 90 °C bestätigt; Zeit, Vergleichstemperaturen und Einzelreaktionen noch zu ergänzen.
Bedingung unterbrochen oder Standby verlassenNeues vollständiges Zeitfenster vor erneuter Auslösung.Offen
Schneckenkanalfühler ungültigKeine Auslösung dieser Zusatzprüfung; vorhandene Fühlerfehlerbehandlung gesondert prüfen.Offen
Folgeverhalten nach Error 90Vorhandene Rückbrandbehandlung, Saugsperre, Speicherung und verbleibende Sicherheitsabschaltungen im Zusammenspiel prüfen.Offen

Gerät / Kesseltyp: ____________________   HZS-517-Softwarestand: ____________________

Prüfdatum / Prüfer: ____________________   Ergebnis / Freigabe: ____________________

Umfang der bisher durchgeführten Prüfung

Die zehn automatisierten Logikprüfungen betreffen die Auslösung oberhalb der Grenzen, genau fünf Sekunden, die Temperaturgrenzen einzeln und gemeinsam, einen ungültigen Schneckenkanalwert, das Verlassen von Standby, den erneuten Zeitablauf und den Überlauf des Zeitgebers. Dafür wurde der neue Codeabschnitt in einer JavaScript-Prüfumgebung ausgeführt; die vorzeichenlose Zeitdifferenz wurde nachgebildet. Dies ist kein Hardware- oder vollständiger Integrationstest. Der Firmwarebau war erfolgreich; vorhandene Compilerwarnungen bestehen weiter. Durch den Assistenten wurde keine Firmware auf Geräte übertragen; der Entwickler hat anschliessend den oben beschriebenen Gerätetest gemeldet.

Nach Entwicklerangabe ist die Grundsoftware seit 2016 weitgehend unverändert im Einsatz und die bestehenden Funktionen wurden mehrfach getestet. Diese Betriebserfahrung ersetzt nicht die Prüfung der jetzt neu ergänzten Standby-Erkennung.

Die vorhandene mechanische STB-Abschaltung gehört zur Kesselausführung. An ihr wurde hier nichts geändert. Dieses Dokument bestätigt weder eine abgeschlossene Konformitätsbewertung noch eine bereits erteilte Freigabe der neuen Sicherheitsfunktion.